Wochenrückblick 8/2022

Diese Woche hatte es weltpolitisch wahrlich in sich und lässt mich immer wieder fassungslos den Kopf schütteln. Da bleibt mir nur der Rückzug in die heile Welt der Kulinarik, um nicht ganz durchzudrehen. Und kulinarisch betrachtet war es eine sehr gute Woche mit dem Highlight am Dienstagabend: ich habe mal wieder ein neues Restaurant in Karlsruhe ausprobiert! Mehr dazu lest ihr jetzt im kulinarischen Wochenrückblick.

Gegessen:

Am Montag habe ich die Home Office-Arbeitswoche mit Spaghetti „aglio et olio“ mit gebratenem Radicchio begonnen. Das Rezept findet ihr in der aktuellen Ausgabe der „essen & trinken“.

Spaghetti aglio et olio mit Radicchio

Am Dienstag war ich im Büro in Karlsruhe arbeiten. Das habe ich natürlich genutzt, um mittags mit Kolleginnen essen zu gehen! Wir waren mal wieder im „Saigon Asia Schnellimbiss“ in der Brauerstraße in Karlsruhe. Schnell war leider dieses Mal gar nichts, wir mussten 40 Minuten auf das bestellte Essen warten! Für eine Mittagspause definitiv viel zu lang… Und da ich gerade versuche, nur 1x am Tag tierische Lebensmittel zu essen, habe ich diesmal eine Pho mit Reisnudeln und Tofu gegessen. Die Pho Bo schmeckt aber ehrlich gesagt deutlich aromatischer und besser.

Abends war ich gleich noch mal auswärts essen – und das war ein echter Volltreffer! Wir haben ein neues Restaurant in Karlsruhe ausprobiert, das vor ca. 6 Monaten eröffnet wurde: Das „Ivy.Restaurant“ in der Karlsstraße. Wir haben uns für das 3-Gang-Menü entschieden, was eine sehr gute Wahl war.

Als Gruß aus der Küche gab es ein Mais-Fafalelbällchen. Ein prima Start!

Mais-Falafelbällchen als Gruß aus der Küche im Ivy Restaurant Karlsruhe

Als Vorspeise gab es ein Jakobsmuschel-Carpaccio mit Apfel, Blumenkohl und Imperial Kaviar. Sehr fein!

Jakobsmuschel-Carpaccio mit Apfel, Blumenkohl und Kaviar im Ivy Restaurant in Karlsruhe

Der Hauptgang wäre eigentlich ein US Short Rib gewesen, doch weil die Fleischqualität die Ansprüche der Küche nicht erfüllt hat, bekamen wir geschmorte Kalbsbacken mit Portweinzwiebeljus und Selleriepüree. Auch sehr gut! Die Portion hätte gerne etwas größer sein dürfen für mich…

geschmorte Kalbsbacken mit Portweinzwiebeljus und Selleriepüree im Ivy Restaurant in Karlsruhe

Als krönenden Abschluss eines wunderbaren, köstlichen Abends gab es als Dessert einen Schokokranz mit Joghurt, Passionsfrucht und Kokos.

Schokokranz mit Joghurt, Passionsfrucht und Kokos als Dessert im Ivy Restaurant in Karlsruhe

Nach dem kulinarischen Feuerwerk am Dienstagabend habe ich am Mittwoch ein schnelles Blumenkohl-Zuckerschoten-Curry mit Kokosmilch nach einem Rezept aus meinem Blog-Archiv gekocht. Das Rezept findet ihr hier.

Blumenkohl-Zuckerschoten-Curry mit Kokosmilch

Außerdem habe ich am Mittwoch ein weiteres Rezept für Ingwershots ausprobiert, dieses Mal mit Mango und Kurkuma. Das Rezept habe ich am Donnerstag bereits auf dem Blog veröffentlicht. Mein Favorit ist der Ingwershot mit Apfel- und Zitronensaft!

Ingwershot mit Mango und Kurkuma

Donnerstagmittag habe ich ein weiteres Rezept aus der aktuellen „essen & trinken“ ausprobiert: die Zucchini-Fries mit Kimchi-Creme und Wildkräutersalat hatten mich im Heft sofort angesprochen, aber dann in der Umsetzung nicht so richtig überzeugt: die Zucchini-Fries waren mir zu „labberig“ und die Kimchi-Creme geschmacklich langweilig.

Zucchini-Fries mit Kimchi-Creme und Wildkräutersalat

Zum Abschluss der Arbeitswoche habe ich am Freitag einen Spitzkohl-Slaw mit Karotte, Apfel und Datteln gegessen. Schnell gemacht, schön frisch und super lecker! Das Rezept findet ihr hier auf meinem Blog.

Spitzkohl-Slaw mit Karotte, Apfel und Datteln

Gelesen:

Diese Woche habe ich „Alte Sorten“ von Ewald Arenz gelesen. Ich hatte auf Instagram (und Amazon) viele begeisterte Bewertungen des Romans gelesen. Er handelt von der jungen Sally, die aus einer Klinik flüchtet, in der sie wegen ihrer Essstörung behandelt wird, und bei der eigenbrötlerischen Liss auf deren Bauernhof Unterschlupf findet. Laut Klappentext ist das Buch „Sensibel, einfühlsam und lebensweise. Ein kleines Meisterwerk“. Das kann ich so nicht bestätigen, denn ich fand die Story platt, die Sprache gewollt jugendlich und die sprunghafte Entwicklung der Protagonistinnen nicht nachvollziehbar. Schade! Was habt ihr zuletzt gelesen, das von vielen hoch gelobt wurde, euch aber enttäuscht hat?

"Alte Sorten" von Ewald Arenz

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

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2 thoughts on “Wochenrückblick 8/2022

  1. Ein paar Menschen werden mich dafür verachten, aber mir gings mit Juli Zehs Über Menschen so. Ich habe echt freudig darauf gewartet, bis ich in unserer Bibliothek laut Warteliste auch endlich die Gelegenheit bekommen habe, das Buch zu lesen und war dann nur enttäuscht. Zum einen hatte ich das Gefühl, dass sich die Autorin damit von unbequemen Idealen, bzw. deren Einhaltung einfach frei schreiben will und zum anderen finde ich die Aussage immer komisch, dass natürlich jede Frau sich, wenn sie nur keine/wenig Arbeit mehr hat, Kinder wünscht. Wie wenn man sich nicht auch mit Arbeit Kinder wünschen dürfte oder ohne Arbeit eben trotzdem nicht.
    Ich meine die Grundaussage „kein Mensch ist ausschließlich böse, schlecht…“ verstehe ich durchaus, aber ich wurde einfach das Gefühl nicht los, dass sie ihre eigenen Verdrossenheit rechtfertigt, sich nicht mehr mit essentiellen Themen beschäftigen zu wollen.
    Aber vielleicht hab ich auch einfach nichts kapiert 😉
    Grüße!

    1. Hallo Sabrina,
      danke für Deinen ausführlichen Kommentar! Ich habe viele Bücher von Juli Zeh gelesen und mag ihren Schreibstil sehr – zuletzt habe ich „Unter Leuten“ gelesen und fand es gut. Von „Über Menschen“ habe ich tatsächlich auch schon viele nicht so positive Rezensionen gelesen, die so ähnlich wie Dein Fazit ausgefallen sind. Und jetzt schwanke ich, ob ich „Über Menschen“ lesen soll (wollte ich eigentlich, weil mir Juli Zehs bisherige Bücher gut gefallen hatten) oder ob ich es lieber bleiben lasse, um nicht enttäuscht zu werden…
      Liebe Grüße!

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