Weihnachtsgeschenke aus der Küche: Erdnusscreme mit Ahornsirup + Erdnuss-Cookies

Heute startet der Kulinarische Adventskalender vom Kochtopf aka „1x Umrühren bitte“. Ich freue mich sehr, dass ich auch dieses Jahr wieder dabei bin und heute das 1. Türchen mit einem Beitrag für den Adventskalender befüllen darf.

Ich habe heute ein ebenso simples wie leckeres kulinarisches Weihnachtsgeschenk für euch vorbereitet, das ich in einer Ausgabe von „Living at Home“ gefunden habe: selbstgemachte Erdnusscreme mit Ahornsirup! Diese leckere Creme ist in ca. 15 Minuten zubereitet und damit ein blitzschnelles kulinarisches Weihnachtsgeschenk. Und wer noch etwas mehr Zeit hat, bäckt mit einem Teil der selbstgemachten Creme gleich noch Erdnuss-Cookies und packt diese mit in das Geschenkkörbchen. Das Rezept für die leckeren Cookies könnt ihr dann gleich mit verschenken!


Erdnusscreme mit Ahornsirup
(ergibt ca. 1 Glas à 220ml)

Zutaten:
200g geröstete Erdnüsse ohne Salz
100ml Erdnussöl
4 EL Ahornsirup
Salz

Zubereitung:
Erdnüsse in einem Blitzhacker fein mahlen. Nach und nach das Erdnussöl und den Ahornsirup zugeben, bis eine geschmeidige Creme entstanden ist. Mit einer Prise Salz abschmecken. Erdnusscreme in ein vorbereitetes sauberes und trockenes Glas mit Schraubverschluss füllen. Nach Belieben mit Etiketten und Anhängern verzieren.

Die Erdnusscreme hält sich im Kühlschrank mindestens 6 Wochen. Sie schmeckt pur als Brotaufstrich, eignet sich aber auch prima als Backzutat für Plätzchen.


Ich habe gleich die doppelte Menge Erdnusscreme zubereitet und mit einem Teil der Creme Erdnuss-Cookies gebacken. Dafür habe ich zuerst ganz einfache Plätzchen nach diesem bewährten Rezept gebacken, die ich dann mit der Erdusscreme zu „Doppeldeckern“ zusammengesetzt habe.

Mürbteigplätzchen 
(ergibt ca. 25 Stück)

Zutaten:
250g Mehl
1 TL Backpulver
75g Zucker
Salz
50g fein gemahlene Mandeln
1 Vanilleschote
1 Ei
125g Butter
Hagelzucker zum Bestreuen
ca. 75g Erdnusscreme
1 EL Honig

Zubereitung:
Mehl, Backpulver, Zucker, gemahlene Mandeln und eine Prise Salz miteinander vermengen. Vanilleschote längs aufschlitzen, Mark herauskratzen. Vanillemark zum Teig geben. Ei und Butter in kleinen Stücken zugeben und alles erst 2 Minuten mit den Knethaken des Handrührgeräts vermischen, dann mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt 30 Minuten kaltstellen.

Derweil den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz ca. 3 mm dick auswellen. Mit einem runden Ausstecherle Plätzchen ausstechen und auf das Backpapier legen. Die Hälfte der Plätzchen mit Hagelzucker bestreuen. Im heißen Backofen auf der mittleren Schiene in ca. 10-11 Minuten hellbraun backen.

Plätzchen aus dem Backofen holen und auf einem Kuchengitter leicht auskühlen lassen. Erdnusscreme mit Honig vermischen und die leeren Plätzchen mit der Creme bestreichen. Jeweils ein mit Hagelzucker bestreutes Plätzchen daraufsetzen. Plätzchen vollständig auskühlen lassen.

Zum Verschenken die Plätzchen in durchsichtige Plastiktütchen einpacken und mit einem hübschen Band und weihnachtlichen Anhängern verzieren. Viele hübsche Anhänger gibt es kostenlos zum Download, die „Frohes Fest“-Anhänger habe ich z.B. bei brigitte.de heruntergeladen.


Zur Ednusscreme gibt es auch noch eine nette Entstehungsgeschichte. Wusstet ihr, dass Erdnusscreme ursprünglich als Nahrung für zahnlose Sanatoriumspatienten erfunden wurde? Als „Erfinder“ der Erdnusscreme gilt der Amerikaner John Harvey Kellog, der eine sehr interessante Vita aufweisen kann: Kellog war Mediziner und Anhänger der Adventisten. Er betrieb in Michigan ein bekanntes Sanatorium und war überzeugt davon, dass nahezu alle Krankheiten von Magen und Darm ausgehen, insbesondere von „falscher“ Ernährung. Alle Patienten des Sanatoriums mussten sich deshalb vegetarisch ernähren und ihr Essen gründlichst kauen. Für seine Patienten entwickelte Kellog im Jahr 1894 sogar ein eigenes Produkt: die Kellog´s Cornflakes! Und für seine zahnlosen Patienten ließ er sich 1895 „Erdnussmehl“ als Nahrungsmittel patentieren, was weitgehend mit der heutigen Erdnusscreme oder Erdnussbutter identisch ist. Die Erdnusscreme mit Ahornsirup ist also ein höchst gesundes Nahrungsmittel! 😉

Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist: in meiner Kategorie „Kulinarische Geschenke“ habe ich noch mehr erprobte Ideen für selbstgemachte Geschenke aus der Küche gesammelt.


Ich wünsche allen Lesern eine schöne Adventszeit und viel Vergnügen mit den weiteren Türchen des kulinarischen Adventskalenders! 





Wie jedes Jahr gibt es auch noch ein Gewinnspiel mit Fragen zum Kulinarischen Adventskalender. Es winken tolle Preise – es lohnt sich also, alle Türchen zu öffnen!

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30 thoughts on “Weihnachtsgeschenke aus der Küche: Erdnusscreme mit Ahornsirup + Erdnuss-Cookies

  1. Tolle Idee -aus der Erdnusscreme auch gleich noch Plätzchen zu 'basteln' und dein Hinweis auf den hohen Gesundheitsfaktor lässt einen das Hüftgold zum Glück gleich wieder vergessen! 🙂

  2. Oh, whau! Das Foto mit dem Geschenkkorb sieht ja aus, wie aus dem Katalog! Wenn der Advent jetzt schon mit so verführerischen Sachen losgeht, dann wird er sicherlich damit enden, dass ich durch keine Tür mehr passe.

  3. Määäääääääääääh, ich darf keine Erdnüsse mehr essen, doofe Allergie, dabei liebe ich sie doch so… Aber die Idee ist perfekt als Geschenk. Einfach perfekt!!!
    Sehr schönes erstes Türchen. 🙂

  4. Bis jetzt habe ich meine Erdnusscreme immer mit Puderzucker gemacht. Die Idee mit dem Honig gefällt mir aber besser! Und es wird mir wohl gehen wie Nata, das heisst Türen müssen verbreitert werden. 😉

  5. Danke für den "Schubs" – jetzt könnte ich mich wirklich mal an Erdnusscrème wagen.
    Wir haben mit Erdnussbutter etwas Mühe, aber "never say never".
    Und danke für das hübsche Bild und die guten Tipps!
    Schöner Advent noch! 😉

  6. mmmh, ich liebe erdnussmus, habs auch schon öfter selbst gemacht…mit carobpulver wird daraus dann eine art nutella, mit kürbis und lebkuchengewürz kann man das ganze weihnachtlicher gestalten, ach am liebsten würde ich jetzt meine küchenmaschine starten 😉 toller beitrag!! schönen advent!!

  7. Damit ist dir ein wunderbarer Start in den Dezember gelungen. Tolle Idee und Kombi zum Verschenken. Und natürlich zum Selbergeniessen 😉 LG und eine schöne Adventszeit, Paule

  8. Ein super Rezept – wollte ich gleich ausprobieren. Leider finde ich keine ungesalzenen gerösteten Erdnüsse – wo kauft ihr Eure denn??? Habe den ganzen Coop durchgesucht. Gibt es eine Alternative? Selber rösten?

    Danke für die Hilfe!

  9. @Eva: Du sagst es, alles vollwertige Nahrung und höchst gesund, Du tust Dir damit also nur Gutes 🙂

    @Nata: Vielen lieben Dank 🙂 Die Türverbreiterungsnotwendigkeit halte ich auch bei mir für durchaus denkbar… Aber wie gesagt, eigentlich ist Erdnusscreme ja total gesund ;-))

    @Katharina: Och nö, Erdnussallergie? Das ist ja echt fies! Aber kannst Du noch damit kochen/es zubereiten, oder löst das auch schon eine Allergie aus?

    @Zorra: Ja, ich bin auch schon gespannt auf die weiteren Adventskalendertürchen! Pimpimellas Lebkuchen heute waren auf jeden Fall noch ein weiterer Schritt in Richtung Türen verbreitern… ;-))

    @Sarahs Krisenherd, elkbookz, mein i-tüpfelchen: Freut mich sehr, dass euch mein Türchen für den kulinarischen Adventskalender gefällt!

    @anonym: oh das freut mich, dass das Linsencurry als Geschenk gut ankam! Ich habe noch weitere kulinarische Geschenke in Planung, da wird dann hoffentlich auch wieder eine passende Anregung für Dich dabei sein 🙂

    @pimpimella, seifenmacherin, Sarah-Maria, anonym: Vielen lieben Dank, freut mich sehr, dass euch mein Adventskalendertürchen gefällt!

    @George: Hach, freut mich sehr, dass die Erdnusscreme Deinen Geschmack trifft!

    @coriandre: Welche Probleme hast Du mit Erdnussbutter? Schmeckt es Dir nicht? Die Creme ist supereinfach zu machen und schmeckt super erdnussig.

    @Anna, zwergenprinzessin: Vielen lieben Dank!

    @fitundglücklich: Wow, vielen Dank für Deine Variationsmöglichkeiten, das hört sich ja klasse an. Yummy!

    @Kiki: Vielen Dank!

    @Heike: Das freut mich, dass Dir die Plätzchen gefallen! Waren auch wirklich lecker 🙂

    @Paule: Vielen Dank! In der Tat habe ich die ersten Erdnusscookies und die Erdnusscreme selbst genossen *hüstel* 😉

    @Petra: 1000 Dank! Freut mich sehr, dass Dir mein Geschenkkörbchen gut gefällt 🙂

    @Gaby: Dankeschön!

    @Anie´s Delight: Das stimmt, Erdnusscreme geht immer! Dir auch eine schöne Adventszeit.

    @Die Landfrau: Vielen lieben Dank, freut mich sehr, dass mein Türchen Deinen Geschmack trifft! 🙂

    @Anonym: Ich habe die gerösteten Erdnüsse ohne Salz bei uns im örtlichen Edeka-Supermarkt gekauft, sie sind von der Marke Ültje. Das war aber der einzige Anbieter, der ungesalzene Erdnüsse im Angebot hatte! Viel Erfolg bei der Suche! Ansonsten würde ich die ungerösteten, ungesalzenen Erdnüsse selbst in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

    @Kerstin: Das freut mich! Ich stehe auch total auf Adventskalender 😉

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  10. wer übrigens mehr über die kellog-story wissen will (und herzlich dabei lachen bzw. wahlweise sich gruseln) sollte unbedingt mal "the road to wellville" von t.c.boyle lesen. spielt genau in dem erwähnten sanatorium.

  11. @tina: "Willkommen in Welville" ist soooo genial! T.C. Boyle ist sowieso mein Lieblingsautor, und das Buch liebe ich! Danke dass Du es hier erwähnst, ich hatte nämlich noch überlegt, ob ich das noch dazu schreibe, mich dann aber dagegen entschieden, weil der Beitrag eh schon lang genug war 🙂

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  12. Na das sieht aber lecker aus!
    Wäre nur nicht unser Backofen kaputt – dann würde ich sofort mit Plätzchen backen loslegen…das fehlt dieses Jahr noch so richtig zur perfekten Weihnachtsstimmung…

    Aber diese Creme, die werd ich auf jeden fall ausprobieren! Klingt so einfach, sodass auch ich sie fehlerfrei hinkriegen sollte 🙂

    Viele Grüße und einen schönen Nikolaustag wünsche ich!

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