Nachgemacht: Rhabarber-Orangen-Marmelade

Eeeeeendlich gibt es die roten, sauren Stangen auf dem Markt und in den Gärten! Dieses Jahr musste ich länger als sonst auf die Rhabarbersaison warten, aber mittlerweile ist es soweit. Und damit konnte ich auch endlich die Rhabarber-Orangen-Marmelade nachkochen, die ich schon letztes Jahr bei Valentinas Kochbuch entdeckt und auf meine Nachkochliste gesetzt hatte. Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre habe ich schon öfter eingemacht, auf die Kombination von Rhabarber und Orangen war ich nun sehr gespannt. Sauer und sauer, wie passt das zusammen? Ganz hervorragend, wie ich festgestellt habe. Der Orangensaft und der Orangenschalenabrieb heben die feine Rhabarbersäure hervor, zusammen ergibt das einen samtig-feinen Rhabarbergeschmack. Toll! 
Rhabarber-Orangen-Marmelade
(ergibt 4 große Gläser oder 3 große + 3 Mini-Gläser)
Zutaten:
1kg Rhabarber
100ml Orangensaft (am besten frisch gepresst)
2 Bio-Orangen
500 Gelierzucker (2:1)
Zubereitung:
Rhabarber waschen, putzen und schälen. In kleine Stücke schneiden. Da der Rhabarber beim Kochen nachher nicht zerfällt, sollten die Stücke recht klein geschnitten sein!
Orangen heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Rhabarberstücke in einen großen Topf geben, mit der Orangenschale, dem Orangensaft und dem Gelierzucker vermengen. Einige Stunden, am besten über Nacht, stehen lassen.
Am nächsten Tag die Rhabarber-Orangen-Mischung unter gelegentlichem Rühren aufkochen. Mindestens 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Gelierprobe machen: Mit einem Teelöffel etwas von der Marmelade aus dem Topf direkt auf einen kleinen Teller geben. Wenn die Masse schnell erstarrt und beim Kippen des Tellers nicht herunterläuft, ist die Marmelade fest genug und kann abgefüllt werden. Wenn die Marmelade auf dem Teller noch verläuft, noch einige Minuten weiter sprudelnd kochen lassen. 
Hat die Marmelade die Gelierprobe bestanden, die Marmelade noch heiß randvoll in vorbereitete saubere (sterilisierte) Marmeladengläser mit Schraubverschluss füllen. Darauf achten, dass der Rand der Gläser sauber bleibt! Am einfachsten geht das mit einem Marmeladentrichter. Gläser fest verschrauben und Marmelade darin abkühlen lassen. Wenn die Marmelade abkühlt, bildet sich ein Vakuum, was man daran merkt, dass die Gläserdeckel „ploppen“.
Die Marmeladenetiketten habe ich wie eigentlich immer mit dem kostenlosen Jam Labelizer erstellt. Geht ratzfatz: einfach Text eingeben, gewünschte Farbe wählen, als jpg speichern und in der gewünschten Größe auf selbstklebendem Etikettenpapier ausdrucken. Ausschneiden, aufkleben, fertig!
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28 thoughts on “Nachgemacht: Rhabarber-Orangen-Marmelade

  1. Ich liebe Rhabarber-Marmeldadenvariationen: mit Vanille, mit Erdbeere, sehr lecker mit Himbeere.
    Die nächste Rhabarber wird mit Orange gekocht – danke für das tolle Rezept!
    Und danke auch, dass du die Idee mit dem Ausdruckbaren Label eingestellt hast!!!!

    Schöner Tag noch von einer Badenerin in SH 😉
    Christina

    1. Oh ja, Rhabarber und Himbeere ist auch eine tolle Kombi, die ich besonders auf Kuchen sehr gerne mag! Könnte ich eigentlich auch mal als Marmeladen-Kombination testen…
      Viele Grüße zurück nach SH und "schöner Tag noch",
      Juliane

  2. Ich liiiiebe Orangenmarmelae und Rhabarber auch. Das klingt für mich also nach einem besonders tollen Rezept, um die Marmeladensaison einzuläuten!
    Herzliche Grüße,
    Dani

  3. Hallo Juliane,
    wie klebst du die Etiketten eigentlich auf die Gläser?
    Druckst du auf Klebeetiketten aus oder auf Papier und nimmst dann einen Klebestift?
    Schonmal danke für deine Antwort
    Christina

    1. Hallo Christina,
      ich drucke die Etiketten auf selbstklebendem Etikettenpapier im DIN A 4 Format aus, schneide sie aus und klebe sie auf. Du kannst die Etiketten aber auch auf normalem Druckerpapier ausdrucken, ausschneiden und die Rückseite mit etwas Vollmilch anfeuchten und das Etikett damit auf das (Marmeladen-)Glas kleben!
      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

  4. Hallo Juliane,
    als ich das Rezept hier bei dir entdeckte, wusste ich sofort das ich es ausprobieren muss! Und es hat mich sofort überzeugt….. super lecker, samtig und überhaupt nicht zu sauer, Rhabarber vom Feinsten!!
    Herzlichen Dank, das du das Rezept mit uns geteilt hast….
    Trudi,
    die sich jetzt eine Butterstulle mit frischer Marmelade macht!

    1. Hallo Trudi,

      vielen Dank für Deine Rückmeldung! Freut mich sehr, dass Du die Rhabarber-Orangen-Marmelade ausprobiert hast und sie Dir ebenso gut schmeckt wie mir 🙂 Bei mir gab es heute zum Frühstück auch ein Brötchen mit ebendieser Marmelade bestrichen… lecker!

      Viele Grüße und schöner Tag noch,
      Juliane

  5. Oh ja, die probiere ich auch mal aus. Rhabarber-Himbeer hatte ich letztes Jahr, war aber nicht so gut wie unser Favorit Rhabarber mit Lavendel. Mit Orange stelle ich mir die Rhabarbermarmelade aber auch fein vor. Vor allem, sieht sie wesentlich hübscher aus, als die Lavendel-Schwester. 😉
    [http://www.multikulinarisch.es/734-fruehstueck-mit-barbara-de-la-ven.html]

  6. Hmmmm, die Marmelade ist ja wirklich köstlich! Sie wird hiermit ganz spontan zur Lieblingsmarmelade erklärt!
    Dabei konnte ich mir die Kombination gar nicht so recht vorstellen. Normalerweise mache ich Rhabarber-Erdbeer oder Rhabarber-Vanille (beides lecker), aber die Variante mit Orange schlägt das wirklich noch. Danke für den Tipp!

    Liebe Grüße,
    Sabine

  7. Die erste selbstgekochte Marmelade meines Lebens und dann gleich soooo lecker – ich brauch Nachschub an Rhababer 🙂

    Danke für das Rezept und liebe Grüße,
    Christiane

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